Praxis:
Die Ladeleistung des Wärmetauschers zum WW-Speicher sollte auf die
thermische Leistung des BHKW hin abgestimmt sein und nicht auf die thermische
Gesamtleistung .
Ist die theoretische Ladeleistung deutlich höher als die BHKW-Leistung, bricht die Temp-Differenz zwischen
Vorlauf und Rücklauf zusammen, die Rücklauftemperatur steigt an, die
erforderliche Vorlauftemperatur zur Speicher-Ladung wird nicht mehr erreicht.
Der Spitzenkessel wird zu früh angefordert was bis zum Abschalten des BHKW
führen kann, währen der Heizkessel immer noch in Betrieb ist. Dieses Problem
kann allerdings regelungstechnisch gelöst werden.
Ist die Ladeleistung geringer als die thermische BHKW-Leistung, steigt die Temperatur im Erzeugerkreis,
das BHKW muss takten oder auf kleine Leistung zurückfahren.
BHKW mit Brennwertkessel und Pufferspeicher,
Beispiel
Beim Einsatz von BHKW zusammen mit Brennwertkesseln ist die Einbindung des
BHKW in den Rücklauf nachteilig, da hierbei die Brennwertnutzung eingeschränkt
wird.
Das BHKW wird daher parallel zum Brennwertkessel ins Heizungsnetz
eingebunden. Für den hydraulischen Ausgleich sorgt ein Pufferspeicher oder eine
hydraulische Weiche, gegenseitige Beeinflussungen der Pumpen werden damit
weitestgehend vermieden.
Die Kesselpumpe sollte temperaturabhängig geregelt werden, um bei
Kesselbetrieb eine Überströmung zu vermeiden (Überströmung: Der Kessel heizt
sich über den Pufferspeicher selbst den Rücklauf auf).
Der Temperaturfühler für die Anforderung
der Wärmeerzeuger befindet sich im oberen Teil des Pufferspeichers (oder der
hydraulischen Weiche), so wird die durch das BHKW eingespeiste Wärme mit
erfasst.
Dieses Anlagenschema kommt insbesondere
bei Neuanlagen mit Brennwertkessel zu Anwendung.
Erzeugerkreis
Verbraucherkreis

Hydraulikschema BHKW mit Pufferspeicher und WWB, Betrieb mit
Brennwertkessel
Der Rücklaufanschluss des BHKW befindet sich auf der Verbraucherseite, um während
des Kesselbetriebes auch bei einer Überströmung über den Puffer das BHKW
nicht zum Abschalten zu zwingen.
Brennwertkessel:
Fossile Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl bestehen überwiegend aus
Kohlenwasserstoffverbindungen. Der Kohlenstoff verbrennt überwiegend zu
Kohlendioxyd, der Wasserstoff zu Wasserdampf. Beim Brennwertkessel wird die
Abgastemperatur so weit abgesenkt, dass es zur teilweisen Kondensation des
Wasserdampfes kommt. Die Kondensationswärme wird zusätzlich genutzt, der
Wirkungsgrad des Kessels erhöht sich je nach Betriebsweise um bis zu 10 %.
BHKW-Anlage ohne Spitzenkessel,
Beispiel

Hydraulikschema BHKW mit Pufferspeicher und WWB, Betrieb
monovalent ohne Heizkessel

